Achtenbeckschule

Vertiefte Berufsorientierung

Zielgruppe

Die Zielgruppe der vertieften Berufsorientierung sind Schülerinnen und Schüler1) der Oberstufe (Klassen 8 bis 10) mit dem Förderschwerpunkt Lernen sowie emotionale und soziale Entwicklung.

Begründungszusammenhang

Der überwiegende Teil unserer Schüler steht beim Übergang in den Beruf bzw. der Arbeitswelt vor erheblichen Schwierigkeiten. Die Gründe dafür sind vielfältig. Zum einen fehlt das Wissen um berufliche Inhalte und Anforderungen und zum anderen führt oftmals eine unrealistische Selbsteinschätzung zu unglücklichen Entscheidungen bei der Berufswahl. Während der regelmäßig in Klasse 9 und 10 durchgeführten Schülerbetriebspraktika wurden in der Vergangenheit immer wieder fehlende Ausbildungs- bzw. Arbeitsreife und unzureichende Schlüsselqualifikationen unserer Schülerschaft festgestellt. All dies steht einer realistischen kenntnis- und fähigkeitsgeleiteten Berufswahlplanung im Wege.

Darüberhinaus gibt es im Elternhaus oftmals nur wenige Vorbilder bezüglich einer geglückten beruflichen Integration. Der sozioökonomische Hintergrund in vielen Elternhäusern ist geprägt von langfristiger Arbeitslosigkeit und staatlicher Unterstützung. Vielfach sind die Eltern mit der Bewältigung ihrer eigenen Lebenssituation so sehr beschäftigt, dass sie ihren Kindern kaum oder keinerlei Hilfestellung bieten können, weder bei schulischen Problemen noch bei der Berufsfindung. Große Verunsicherung unserer Schüler bezüglich ihrer Lebens- und Berufsplanung sind nicht selten die Folge.

Zielsetzung

Die vertiefte Berufsorientierung an unserer Schule soll einer falschen Berufswahlentscheidung positiv entgegenwirken. Ihr Ziel ist es, die Schüler langfristig in die Lage zu versetzen, eine Berufswahlentscheidung zu treffen, die sich an ihren individuellen Lern- sowie Leistungsvoraussetzungen und Interessen orientiert und die für den jeweiligen Schüler realistisch in der Umsetzung ist.

Umsetzung

Die Umsetzung der vertieften Berufsorientierung beruht auf unterschiedlichen Maßnahmen.

Als Förderschule sind wir verpflichtet jeden Schüler auf der Grundlage des individuellen Förderplans zu unterrichten. Dies bedeutet, dass im Regelunterricht individuelle Förderung in verschiedenen Förderbereichen praktiziert wird. Diese Förderung allein ist jedoch nicht ausreichend, um die Jugendlichen auf eine optimale Berufswahlentscheidung vorzubereiten.


1) Im Folgenden wird aus Vereinfachungsgründen lediglich die männliche Form verwendet.