Achtenbeckschule

Gesundheitserziehung

Gesundheit & Ernährung als Thema an der Achtenbeckschule

In der Achtenbeckschule hat das Thema Gesundheit einen hohen Stellenwert. So stellt die Achtenbeckschule als Lebens- und Lernraum ein zentrales Interventionsfeld sowohl für die Gesundheitserziehung als auch die Gesundheitsförderung dar.

Die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ist in der heutigen Zeit stärker gefährdet als in früheren Zeiten aufgrund gesellschaftlicher Umbrüche und veränderter Lebensumstände und –verhältnisse. So fällt es in der Schule, insbesondere im Sportunterricht, auf Ausflügen und Klassenfahrten sowie in den vielfältigen Praktika in der Berufsorientierung und -findung auf, dass die Schüler vermehrt Defizite bei körperlichen Ausdauerleistungen sowie altersgerechter Körperkraft und Koordinationsfähigkeit zeigen. Hinzu kommen Verhaltensauffälligkeiten, Konzentrationsstörungen, Haltungsschäden, Fehlernährung und allergische Erkrankungen.

Die Gesundheitserziehung in der Achtenbeckschule hat zum Ziel, den Schülern eine gesundheitsdienliche Lebensweise und Lebenswelt nahezubringen im Hinblick auf ihre physische, psychische und soziale Gesundheit.

Die Eltern der Schüler der Achtenbeckschule werden in Projekte eingebunden, da sie verantwortlich für die gesunde Lebensführung ihres Kindes sind. So finden in der Unterstufe klassenübergreifende gemeinsame Frühstücke von Eltern und Schülern statt. Es gibt Informationsveranstaltungen zum Thema ‚Gesunde Ernährung’. In der Mittel- und Oberstufe werden die Eltern über ihre Kinder durch Medien und Materialien zu den anstehenden Themenbereichen informiert und in ihre Umsetzung mit einbezogen.

Die gesundheitliche Aufklärung beginnt bereits im ersten Schuljahr und ist Thema mit unterschiedlicher Gewichtung in der Unter-, Mittel- und Oberstufe. Oberstes Ziel ist es, den Schülern den Wert ihrer eigenen Gesundheit bewusst zu machen, Kriterien für eine gesunde Lebensführung zu vermitteln und gesundheitsförderndes Verhalten anzubahnen. Besonders in der Unter- und Mittelstufe geschieht dies durch vielfältige Angebote, gesundheitsbewusstes Verhalten zu erlernen und zu trainieren.

Dies sind:

  • Gemeinsame Frühstückszeiten mit vielseitigen zuckerfreien Zutaten Teilnahme am Schulobstprojekt bis Klasse 6 (tägliche Obst- und Gemüseportionen)
  • Körpergerechte Tische mit passender Bestuhlung
  • Übungen zur richtigen Sitzhaltung
  • Bewegungseinheiten und Entspannungsübungen im Unterricht
  • Spiel und Bewegung in der Pause
  • Vielfältige Bewegungsangebote im 2stündigen Sportunterricht
  • Je 2 Unterrichtsstunden Schwimmen in den Klassen 3 bis 6 (Das Erlernen des Schwimmens hat eine besondere Bedeutung im Hinblick auf eine spätere sinnvolle Freizeitgestaltung.)

Ergänzt und unterstützt wird die Arbeit in der Schule durch außerschulische Angebote unterschiedlicher Art für Unter-, Mittel- und Oberstufe mit Praxisbezug, z. B. Angebote des Hofes Wessels und der Stadt, Pro Familia, DRK, Sportvereine.

In der Unterstufe wird das Thema Gesundheit besonders im Sachunterricht – Schwerpunkte: Von der Ernährung, Unser Körper, Körperpflege, Gefühle – und im Sportunterricht – Schulung körperlicher Fertigkeiten wie Balancieren, Klettern, Stützen ,Verbesserung der Körperwahrnehmung und des Körperschemas, Einüben von Entspannungstechniken – behandelt.

Schwerpunkt der Ernährung ist im vierten Schuljahr der Ernährungskreis. Ein weiterer Schwerpunkt der Unterstufe ist die Verkehrserziehung. So üben die Schüler das verkehrsgerechte Verhalten im Straßenverkehr, besuchen die Busschule und erwerben den Fahrradführerschein. Unterstützend werden die ‚Kinderfreunde Herten’ tätig.

Im Unterricht der Mittelstufe werden schwerpunktmäßig folgende Themenkomplexe sowohl fachbezogen (Biologie, Hauswirtschaftslehre, Sport, Deutsch, Religion) als auch fächerübergreifend unter dem Gesichtspunkt der Gesundheitserziehung behandelt: Häufige Krankheiten und Grundlagen häuslicher Krankenpflege; Zähne und Zahnpflege, Körperhygiene; Organe des Menschen und ihre Gesundhaltung; Bewegungsapparat des Menschen und seine Gesundhaltung; Sexualkunde; seelische Gesundheit, Stress, Konfliktbewältigung.

In der Klasse 7 werden im Rahmen des Faches Ernährungslehre kleine Projekte durchgeführt, um den Schülern eine gesunde Ernährung nahe zu bringen (z. B. Bestandteile einer gesunden Nahrung, Herstellen von verschiedenen Salaten).

Fragen der Gesundheitserziehung werden in der Oberstufe im Fachunterricht sowie fächerübergreifend behandelt. Oberstes Ziel in der Oberstufe ist eine Verhaltensbeeinflussung, die vor allem gefördert wird durch die Schaffung von gesunden Verhältnissen im Schulalltag (keine zuckerhaltigen Getränke; Obst- und Gemüseangebote anstatt Süßigkeiten; gemeinsame gesunde Frühstücke zu besonderen Anlässen, Bewegungs- und Spielangebote in allen Pausen...) und durch gesundheitsgerechte Verpflegungsangebote (ein ausgewogenes Mittagessen am AG-Tag sowie ein täglicher Frühstückskiosk, bestehend aus dem Angebot von Biobrötchen und gesunden Getränken, organisiert von den Schülern).

Besondere Bedeutung kommt in diesem Rahmen dem Praxistag "Hauswirtschaft" zu. An diesem Tag wird in den Klassen 8 bis 10 vier bis sechs Stunden lang unter Anleitung einer erfahrenen Hauswirtschaftsfachlehrerin ein gesundes und ausgewogenes Mittagessen geplant, zubereitet und gemeinsam verzehrt. Daneben werden den Schülern auch wichtige Kenntnisse aus den Bereichen Hygiene, sachgerechter Umgang und richtige Lagerung der Lebensmittel sowie Ernährungslehre vermittelt, die in der Mahlzeitzubereitung ihre Anwendung finden.

Schwerpunktmäßig werden folgende Themenkomplexe im Unterricht in der Oberstufe unter dem Aspekt der „Gesundheitserziehung und -förderung“ behandelt:
Ernährung / Nahrung / Nährstoffe / Stoffwechsel; Körperhygiene; Zahnhygiene und Zahngesundheitspflege; Sexualerziehung und Aidsprävention; Suchtprävention; Erste Hilfe; Verhalten bei Krankheiten; Sport und Bewegung. Sowohl fachbezogen auf die Fächer Biologie, Physik, Hauswirtschaftslehre, Sport, Religion/Ethik und Arbeitslehre als auch interdisziplinär bieten sich hier für die Schüler viele interessante, wichtige und vor allem lebensnahe Anknüpfungspunkte, die durch außerschulische Angebote noch unterstützt, ergänzt und begleitet werden.

Sehr stark an Bedeutung gewonnen haben auch die Themenbereiche

  • Konflikterkennung und Konfliktbewältigung
  • Förderung eines gesunden Ernährungsverhaltens
  • Förderung des Nichtrauchens
  • Prävention des Arzneimittelmissbrauchs / des Dopings und des Aufputschens
    (letzteres z.B. durch entsprechende im Handel erhältliche Getränke)

Auch hier wird unterstützend auf außerschulische Angebote mit starker Praxisorientierung zurückgegriffen. So gibt es Gesundheitsberatungsangebote durch Ärztinnen im schulnahen Raum, durch Sozialpädagogen oder durch das ortsansässige Gesundheitsamt. Weitere Kooperationspartner sind verschiedene Verbände und Organisationen in Herten, Recklinghausen und Umgebung (Sportverbände und Sportstätten, Suchtberatungsstellen, Aids-Beratungsstellen, Pro Familia, das DRK, verschiedene Hilfsdienste ...),die viele der o.g. Themenbereiche für die Schüler medial interessant und motivierend aufbereiten (z.B. in Filmen und Theaterstücken mit Schülereinbeziehung bzw. anschließender Diskussion) und so die Erarbeitung in der Schule sinnvoll ergänzen.