Achtenbeckschule

Außerschulische Angebote

Projekt "Vertiefte Berufsorientierung"

Um den Schülern ein breites Angebot bieten zu können, in denen sie auch praktische Erfahrungen sammeln können, arbeitet die Achtenbeckschule seit mehreren Jahren mit außerschulischen Bildungsträgern zusammen. Gefördert und teilfinanziert wird diese Kooperation von der Agentur für Arbeit.

Der "Vertieften Berufsorientierung" geht immer eine Kompetenz- bzw. Potentialanalyse voraus, die in einem Fähigkeits- und Qualifikationsprofil zusammengefasst wird, das den Schülern in Einzelgesprächen erläutert wird. Gemeinsam mit den Schülern werden Ziele vereinbart und Schwerpunkte weiterer Arbeit gesetzt. Die Schwerpunkte der weiteren Arbeit können sich auf schulische Inhalte (z.B. Verbesserung der Rechtschreibung), auf Schlüsselqualifikationen (z.B. Verbesserung der Kom-munikationsfähigkeit) oder auf den Erwerb praktischer Handlungskompetenzen (z.B. Verbesserung feinmotorischer Fähigkeiten) beziehen. Selbstverständlich werden Förderinhalte und Entwicklungs- bzw. Lernfortschritte im Förderplan berücksichtigt und daneben auch im Portfolio dokumentiert.

Im Rahmen der "Vertieften Berufsorientierung" wird in diesem Jahr erstmalig ein auf zwei Jahre festgelegtes Projekt gefördert, das sich jeweils an die Schüler des 10. Jahrgangs der Schuljahre 2010/11 und 2011/12 richtet. Das Projekt ist terminiert von jeweils Anfang November bis Ende Mai. In Abstimmung mit dem Gesamtkonzept der Berufsorientierung durch die Schule und die Berufsberatung sollen durch das zusätzliche Angebot die Regelangebote vertieft werden. Das Spektrum des sozialpädagogischen Coachings ermöglicht es, Elemente dieses Projektes in unser bestehendes Berufsorientierungskonzept einzufügen. Neben der Vermittlung von Methoden zur Zielerreichung lernen die Schüler ihre persönliche Berufswahl als Prozess zu verstehen, in dem sie Teilziele formulieren und verfolgen, praktische Erfahrungen vertiefen und alternative Berufe (z.B. Reha-Berufe) im dualen Ausbildungssystem kennenlernen. Im Rahmen der vertieften Berufsorientierung durch außerschulische Partner werden Trainingsmodule eingebaut, die Schlüsselqualifikationen isoliert fördern und von der jeweiligen Lerngruppe abhängig sind. Diese Module können u.a. ein Kommunikationstraining, ein Konfliktlösungstraining oder ein Verhaltenstraining sein.

Unsere bisherigen außerschulischen Partner waren das Christliche Jugenddorf (CJD) in Herten sowie das Bildungszentrum des Handels (BzdH) in Recklinghausen.

Projekt "Startklar"

Seit dem Schuljahr 2009/10 nimmt die Achtenbeckschule am Projekt "Startklar" des Landes NRW teil. Dies ist ein auf fünf Jahre befristetes Projekt. Ziel des Projekts ist es, die Berufswahlentscheidung zu verbessern und die Ausbildungsreife zu erhöhen.

In der Phase 1 richtet es sich an alle Schüler der 8. Jahrgänge der Schule. Einer mehrtägigen und intensiven Potentialanalyse, die gemeinsam mit den Schülern ausgewertet wird, schließt sich eine insgesamt neuntägige Werkstattphase an, in der die Schüler ihre praktischen Fähigkeiten ausprobieren und mögliche falsche Berufs- bzw. Arbeitsvorstellungen korrigieren können. Die Ergebnisse und Beobachtungen der Praxisanleiter werden den Schülern und Lehrern mündlich sowie schriftlich mitgeteilt.

Schüler, die sich durch gute schulische Leistungen und zusätzliches Engagement auszeichnen (maximal 20% der Schüler eines Jahrgangs), nehmen im 9. Jahrgang an der Phase 2 des Projekts teil. Diese Schüler verbessern ihre Berufs- und Ausbildungschancen durch die Nutzung zusätzlicher, d.h. auch außerschulischer Bildungs-angebote am Nachmittag oder am Wochenende, um sich für den Arbeits- und Ausbildungsmarkt besser zu qualifizieren. Aus einer Anzahl von Fach- und Kompetenzangeboten müssen sie diejenigen Kurse belegen, die ihre persönlichen Defizite am besten beheben. Im Rahmen des Projekts ist vorgeschrieben, wie viele Stunden belegt werden müssen.

In der Phase 3, die in Klasse 10 initiiert wird, konkretisieren die Schüler ihre Berufswahl und bereiten sich auf den Schulabschluss und den Übergang in eine duale Ausbildung vor. Sie können dabei spezifische Unterstützungsangebote in Anspruch nehmen. Eine anschließende Phase der Nachbetreuung durch Berufseinstiegsbegleiter, sichert die Stabilität der geschlossenen Ausbildungsverhältnisse.

Berufsorientierungsbüro (BOB)

Die Initiative "Zukunft fördern. Vertiefte Berufsorientierung gestalten" (getragen von der Regionaldirektion NRW, der Bundesagentur für Arbeit und des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Schule und Weiterbildung) unterstützt die Berufsorientierung an der Achtenbeckschule durch die Bereitstellung von Finanzmitteln zur Ausstattung des Berufsorientierungsbüros (BOB) und für die Buchung externer Trainer.

Das BOB ist in der Achtenbeckschule eingerichtet. Es ist als zentrale Anlaufstelle für die Berufswahlorientierung an unserer Schule konzipiert und wird als Informations- und Beratungszentrum für Schüler, Eltern und Lehrer genutzt. Die Elternarbeit für den Berufswahlprozess wird hier konzentriert.

Im BOB werden sämtliche Aktivitäten der Berufswahlorientierung an der Schule koordiniert. Hier werden berufsbezogene Informationsmaterialien in einer kleinen Mediothek gesammelt, z.B. Zeitungsartikel, Literatur, Filme, Beispiel-Bewerbungsmappen, Berufs-Infowände oder Praktikumsanzeigen und den Schülern zur Verfügung gestellt.

Für kleine Gruppen bzw. einzelne Schüler der Oberstufenklassen werden hier verschiedene Trainings (z.B. Bewerbungs- und Kommunikationstrainings, Bewerbungssimulation, Präsentationsschulung und Verhaltenstraining) durchgeführt. An zwei Computern (einer mit Internetzugang) können die Schüler ihre persönlichen Bewerbungsunterlagen erstellen, sich über gezielte Links über Berufe informieren, computergestützte Tests durchführen, Stellenangebote erkunden u.v.m. Unterstützt und betreut werden sie neben den Klassenlehrern vom StuBO.

Zusätzlich hat der Berufseinstiegsbegleiter hier eine Anlauf- und Beratungsstelle. Alle Dokumentationen über erfolgte Maßnahmen, Trainings, Praktika etc. werden für jeden Schüler im BOB gesammelt und hinterlegt, so dass mit der Zeit ein vollständiges Portfolio entsteht und stets verfügbar ist.

Das BOB ist das Büro des StuBO und soll für Sprechstunden mit dem Berufsberater der Agentur für Arbeit genutzt werden. Treffen mit Experten aus der Wirtschaft, Auszubildenden und Personalverantwortlichen sollen zukünftig hier stattfinden, die über die Berufswelt informieren und Tipps für Auswahlverfahren geben.

Zentrale Aufgabe des StuBO ist die Koordination und ggf. die Durchführung von berufsbezogenen Maßnahmen, Trainings und Veranstaltungen. Der StuBO steht Eltern, Lehrern und Schülern beratend zur Seite. Vorgesehen ist eine regelmäßig stattfindende Sprechstunde.